Update zur ersten Saisonhälfte 2016 – kein Rückblick :-)

Nach meinem Rennkalender für 2016 hätte die 1. Saisonhälfte mit der Ironman European Championship in Frankfurt und der erhofften Hawaii Quali eigentlich abgeschlossen sein sollen, doch erstens kommt`s anders und zweitens als man denkt, von daher fange ich mal von vorne an.

Nach meinem Trainingseinstieg Mitte November 2015 und einem ersten Trainingslager mit der Trainingsgruppe um meinen Trainer Roland Knoll im Oasis Papagayo Fuerteventura wurde der Fahrplan für 2016 besprochen und festgelegt – zwei Ironman Championship Rennen und zwei Ironman 70.3 sollten für die nötigen Punkte für die Hawaii-Quali sorgen. Ausgesucht hatten wir uns dafür die Langdistanzen in Südafrika und Frankfurt sowie jeweils einen 70.3 vor den beiden Rennen.

So der Plan und danach richten wir auch das Training aus. Nach meinem zweiten Trainingslager auf Fuerteventura um den Jahreswechsel machte mir dann aber immer mehr eine Entzündung im Grundgelenk der Großzehe Sorgen, sodass ich eine fast 5-wöchige Laufpause einlegen musste.

Erst Anfang März konnte ich wieder ins Lauftraining einsteigen, sodass es für den IM Südafrika schon richtig eng wurde. Nach einigen weiteren Trainingstagen und vor allem Laufeinheiten war uns das Risiko eines Marathons dann aber doch zu groß und die erste Alternative war die IM 70.3 South American Championship in Brasilien, mit der ich 2015 ja auch schon meine Rennsaison begonnen hatte.

Öfter mal was Neues die Erste:

Somit stand die erste Änderung im Rennkalender fest; der IM Südafrika wurde ersetzt durch den 70.3 in Brasilien und als neues Ironman Rennen die Langdistanz in Brasilien ins Auge gefasst, da der Abstand zu Frankfurt mit 5 Wochen noch in Ordnung war.

Öfter mal was Neues die Zweite:

Dank einer Mittelohrentzündung 5 Tage vor Abflug nach Brasilien war diese Planänderung aber dann auch schneller vom Tisch als gedacht und das Rennen wurde ersatzlos gestrichen.

Somit sollte der 70.3 Mallorca dann mein etwas verspäteter Einstieg in die Saison sein. Mittlerweile wieder absolut beschwerdefrei und mit vielen guten Einheiten vor allem auch im Wasser, war ich dann schon sehr heiß auf das Rennen und wollte endlich loslegen. Doch auf Mallorca wars alles andere als heiß und auch ein zweites Trikot wärmte mich bei strömendem Regen und kaltem Wind auf dem Rad nicht wirklich, sodass ich mich durchgefroren nach der Abfahrt vom Kloster Luc zu Tim Don in ein Café setzte und aus dem Rennen aussteigen musste.

Somit ging es dann ohne harter Wettkampfeinheit nach Brasilien zur South American Championship in Florianopolis. Nach einem für mich guten Schwimmen konnte ich in einer Gruppe unter anderem mit der Vorjahressiegern Ariane Monticeli aus dem Wasser steigen und auf die Radstrecke gehen.

Im Nachhinein etwas zu euphorisch, weil so richtig häufig bin ich noch nicht mit einer Gruppe aus dem Wasser gekommen, habe ich dann losgelegt, aber im Verlauf der 180km dann doch einiges an Lehrgeld bezahlt. Mit ordentlichem Marathon, der Laufrückstand aus dem Frühjahr war ja schon noch da, konnte ich auf dem nicht ganz zufriedenstellenden aber soliden 5. Platz finishen. Der erste große Schritt in Richtung Kona war geschafft.

Öfter mal was Neues die Dritte:

Aufgrund der kurzen Regenerationszeit im Hinblick auf Frankfurt haben wir uns dann lediglich für die olympische Distanz bei meinem Heimtriathlon in Ingolstadt entschieden und keinen weiteren 70.3 vor Frankfurt eingeplant. Reisezeit gering halten und gute Trainingseinheiten einlegen, war die Devise.

Dass dies dann überhaupt keine Rolle für Frankfurt spielen sollte, hätte ich mir auch nicht träumen lassen, aber so kam es nun mal. Das Thema Frankfurt spare ich mir hier ein wenig, denn so richtig verdaut habe ich das aus gewissen Gründen immer noch nicht. Unter dem Strich stand in Frankfurt ein DNF wegen Unterkühlung schon während dem Schwimmen.

Im Hinterkopf immer noch mein großes Ziel Kona, wofür ich noch eine weitere Langdistanz brauche, stand nun der Backup Ironman UK auf der Liste. Das Rennen habe ich dank meines Sieges 2011 in sehr guter Erinnerung und war daher auch keine große Unbekannte für mich.

Neu war dann aber die Situation, nach einem erneut soliden Schwimmen ähnlich wie in Brasilien, dass meine Gangschaltung nur einen Weg kannte und auf dem kleinsten Ritzel angekommen, nicht mehr funktionieren wollte und ich nicht mehr nach oben schalten konnte. Beim ersten richtig großen Anstieg von den insgesamt 2400 Höhenmetern war es dann auch zu Ende, denn die Mechaniker auf der Strecke konnten das Problem ebenfalls nicht beheben. Besonders frustrierend war dies, weil ich das Rad vor dem Einchecken am Samstag noch einmal habe kontrollieren lassen, da ich nach Flügen immer etwas skeptisch bin.

Öfter mal was Neues die Vierte:

Somit blieb, um die Hawaii Quali zum ersten Cut noch zu schaffen, nur noch der IM Zürich, den ich 2014 schon einmal als 4. gefinisht habe.

Nach der Rückkehr aus Bolton musste das Rad repariert und schnell alles für Zürich vorbereitet werden. Meine Trainingseinheiten seit der Vorbereitung auf Frankfurt waren auch recht übersichtlich, um es einmal positiv zu formulieren, aber der Wunsch und die Hoffnung mit einem guten Rennen die Quali zu schaffen, trieb mich nach Zürich.

Im Nachhinein betrachtet auf jeden Fall eine falsche Entscheidung, denn am Renntag war ich schon nach wenigen hundert geschwommenen Metern im Kopf überhaupt nicht frei und planschte die 3,8km im Zürichsee zu Ende. Auf dem Rad habe ich es dann wirklich noch einmal versucht, aber ich konnte kaum Druck aufs Pedal bringen. Dass dieses Rennen nicht den gewünschten Platz für Kona bringen würde, war mir relativ früh klar, doch wollte ich endlich wieder ein Rennen zu Ende bringen.

Ich wollte diesen Ironman beenden, einen Triathlon finishen, weil das der Sport ist, der mir so gefällt, der mir Freude bereitet und den ich so gerne mache. Der Gedanke auszusteigen, kam vielleicht auch daher kein einziges Mal. Ich habe vielmehr versucht mit meinem Freund zusammen, der mich an der Strecke unterstützte, ins Rennen zu kommen, die Stimmung ein Stück weit aufzusaugen und so hart zu gehen, wie es möglich ist. An diesem Tag war kaum etwas möglich!

Die Enttäuschung und Leere danach war schon sehr groß. Wir sind erst ca. vier Stunden nach meinem Zieleinlauf zurück in Richtung Hotel aufgebrochen, aber ein richtiges Gespräch kam in dieser Zeit nicht zustande. Die Autofahrt am Tag danach von Zürich nach Hause wird ebenfalls nicht in meine Bestenliste der angenehmsten Autofahrten eingehen und auch einen passenden Post konnte ich bis jetzt nicht schreiben. Manchmal dauert es einfach etwas länger…

Öfter mal was Neues die Fünfte:

Hawaii 2016 war für mich nach Zürich gestorben.

Hawaii 2016 ist für mich nicht mehr das große Ziel der Saison und genau deswegen steht es immer noch auf dem Plan.

Als der Kopf dann langsam wieder frei war, ging der Blick zurück in den Rennkalender, um zu überlegen, wann und wo ich wieder ein Rennen bestreiten könnte. Ergebnis:

Mein nächstes Rennen wird der Ironman Schweden am 20. August sein.

Warum? Weil ich Lust darauf habe!!

Lust darauf, Triathlon zu machen.

Lust darauf, ein Rennen nur für Profi-Frauen zu bestreiten.

Lust darauf, einen schönen Flecken Erde nach dem Rennen genießen zu können.

Lust darauf, weil mein Freund mich begleiten kann.

Lust darauf, weil es sportlich Sinn macht – die Hawaii-Quali ist tatsächlich noch möglich und wenn es sein soll, dann wird es auch klappen!!

Deswegen gibt es den „Rückblick“ auf die erste Saisonhälfte 2016 erst nach dem IM Schweden 😉

Ein großes Dankeschön geht aber an dieser Stelle an meine Unterstützer und Partner, die mich so großartig unterstützen und ohne die das Triathlon-Leben nicht möglich wäre. Vor allen Dingen geht der Dank aber auch deswegen an sie, weil es durch den persönlichen Austausch viel mehr ist, als nur ein Sponsoring.

Vielen, vielen Dank an

Forever-Living und Forever-Sport, die mich seit Jahren unterstützen und mich mit ihren hochwertigen Produkten in den Bereichen Ernährung, Regeneration und vitalisierende Pflege umfassend ausstatten und stets als tolle Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Arena, die mir im Wasser alles zur Verfügung stellen, sodass ich mich hier weiterentwickeln kann und im Wettkampf die perfekte Bekleidung habe.

Quintana Roo, die mit ihrem PRSix ein Rad für mich haben, das es einem Zwerg wie mir ermöglicht, aerodynamisch auf einem Zeitfahrrad zu fahren.

Orthopädietechnik Wisse, der mit gefühlt 100 verschiedenen, kleinen Anpassungen der Lauf- und Radsohlen, es geschafft hat, dass mein Fuß so schnell wie möglich wieder in Ordnung kam.

Sport-IN, die mir auf dem Laufband den Schuh ausgesucht haben, der für mich der Beste ist.

Rotor, ohne deren Wattmessung ich nicht die Trainingssteuerung hätte, die so viel Aufschluss über den Trainingsprozess gibt und ohne die ich auch nicht wüsste, dass ich in Zürich gerade mal meine Trainingswattwerte erreicht habe 😉

Uvex, die einen aerodynamischen und perfekt sitzenden Aerohelm für mich haben

Haero Carbon, für ihren leichten H.253 TT SL Zeitfahrlenker

Compex, deren Elektrostimulationsgerät mir neben der Hilfe bei der muskulären Regeneration gerade auch bei meiner Verletzung im Frühjahr eine große Hilfe war

Compresssport, für einen genialen Komfort und Kompression beim Laufen

Mavic, für aerodynamische und leichte Laufräder, pannensichere Reifen und eine direkte Kraftübertragung über Radschuhe und Pedale

Oasis Papagayo Fuerteventura, für die tollen Trainingsbedingungen und das gute Essen

Auf bald

Eure Kristin

Schönwetter Athlet – das muss sich ändern!

Es ist zum Mäuse melken… Da war mir ein guter Start beim #IM703Mallorca in meiner Wackeldisziplin Schwimmen gelungen und dann scheitert es am nassen und kalten Wetter.
Meine Entscheidung nicht auf die Wechselzeit zu achten und mich wärmer einzukleiden, war richtig, aber wie ich jetzt weiß, nicht genug.
Schon auf den ersten Radkilometern sank mein Puls spürbar ab und selbst beim Anstieg zum Kloster Luc kam der Kreislauf nicht in Schwung. Nach der Abfahrt war ich dann so ausgekühlt, dass ich nun auch im Kopf das Rennen beendet hatte. Als ich zum Aufwärmen in ein Cafe bin, habe ich zumindest gesehen, dass es mir nicht alleine so ergangen war, denn zusammen mit Tim Don musste ich auf den Rücktransport warten.
Die Gefahr der Unterkühlung wirds dann bei meinem nächsten Rennen zum Glück nicht geben.IMG_20160514_110453FB_IMG_1463216202468FB_IMG_1463216198587

Ich will mehr!

Bis jetzt ist mir in dieser Saison der große Wurf noch nicht gelungen.  Ich war in diesem Jahr zwar ein Garant für Top 10 Platzierungen, aber auf dem Podium konnte ich nur einmal beim Ironman 70.3 Rapperswil als 3. Platzierte die Sektkorken knallen lassen. Bei der Ironman Europameisterschaft in Frankfurt war es die fehlende Kühlung, die ich meinem Körper am Rad nicht gegeben hatte und dies bezahlte, da die Konkurrenz einen dicken Vorsprung über die 180 km heraus fuhr, den ich auf dem abschließenden Marathon nur minimal schmälern konnte und schließlich auf Platz 6 landete. Bei der Ironman 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden wollte der Knoten am Rad auch nicht platzen und so zündete ich zwar beim Laufen die Rakete, aber fand mich in der Ergebnisliste nur auf dem 10. Platz wieder. Und zu guter letzt ging ich bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Zell am See an den Start, um mich wieder einmal den besten Mädels zu stellen. Nach einer passablen Schwimmleistung, radelte ich ganz ordentlich, aber lief desolat und konnte mich über den 15. Platz nicht wirklich freuen. Auch wenn sich dieser heiße Sommer so langsam dem Ende neigt, werde ich mein Glück im guten „Altweiber-Sommer“ suchen und jetzt noch mal ordentlich Gas geben, dass ich vielleicht mit einer Podiumsplatzierung in die Saisonpause gehen kann. 11415448_1444243209211511_2267926197330482631_ncropped-cropped-11027963_867118803362816_7296826101388046933_n1.jpg Homepage-Titelbild11855662_10152857773886157_2304738886894343758_n

Der lange Winter ist vorbei!

Das Training in den Wintermonaten lief gut. Ich hatte mich in Abstimmung mit meinem neuen Trainer entschieden, mich mit ihm und der Trainingsgruppe in Ingolstadt auf die kommende Saison vorzubereiten. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Ich habe in Ingolstadt ein Umfeld, das weit mehr umfasst als nur komfortable Trainingsbedingungen. An den matschigen und frostigen Tagen zog ich es vor, meine Radeinheiten auf der Rolle zu absolvieren.

Der Wechsel zum ehemaligen DTU Bundestrainer Roland Knoll hat bei mir einige Veränderungen bewirkt. Ich genieße es, dass er 3 Mal in der Woche am Beckenrand steht, da wir so die entsprechende Zeit haben, an meiner Schwimmtechnik und Schwimmgeschwindigkeit zu feilen. Definitiv trainiere ich mehr intensivere Einheiten und werde erst im Sommer über die volle Distanz starten.

Mit meinem Saisoneinstieg beim 70.3 Brasilia kann ich zufrieden sein, obgleich mich der 5. Platz wurmt, da ich das Podium beim Laufen verloren habe. Ich kann zu diesem Saisonzeitpunkt halt noch nicht alles haben, denn mit meinem Radsplitt auf diesem flachen Kurs war ich konkurrenzfähig. Es war das erste Mal in meiner Triathlonkarriere, dass ich das kleine Kettenblatt nicht benutzen musste aufgrund der fehlenden Höhenmeter. Dafür verweigerten die Beine beim Laufen völlig den Dienst und ich schleppte mich über die 21,1 km. Das war eine seelische Grausamkeit und ich musst Ruth Brennan Morrey ziehen lassen .Mein 5. Platz beim 70.3 Brasilia offenbarte mir, dass ich noch an einigen Stellschrauben drehen kann, damit beim nächsten Wettkampf die Kombination schnell radfahren mit anschließend schnellem Laufsplit funktioniert. Beim Schwimmen sind wir auf dem richtigen Weg, da ich mich aufgrund des Neoprenverbots nicht so schlecht schlug. Aber auch hier müssen wir noch an der Kraft arbeiten.Race Pic Kristin Moeller PreSwim_BSB_2015-82-of-104 11064757_903079759737860_4526294949446687418_n Kristin Moeller Siegerehrung5 I love Brasilia

RadparkCheck-In