Gelungener Saisonauftakt: Ironman Champion Lanzarote 2013

Um 3:45 Uhr morgens riss mich ein nerviger fiepender Ton aus dem Bett. Kurz nach 4 sah ich mit gutem Appetit am Frühstückstisch, bevor ich mich auf meine guten morgen Jogging Tour in Richtung Wechselzone aufmachte. Wie immer herrschte reges Treiben um die Radständer herum. Jetzt stieg auch meine Nervosität. Bei kühlen Temperaturen und Regen paddelte ich mich im Atlantik ein. Bei kühlen Temperaturen und Regen fiel um 7 Uhr der Startschuss für 1800 Athleten auf der kanarischen Insel Lanzarote am Strand von Puerto del Carmen. Ich wusste um meine Form und nahm die Herausforderung im Kampf um die Krone des Ironman Champion Titels beim härtesten Ironman hochmotiviert an. Das Hoch dauerte exakt 30 sec, bevor mich die Altersklassenathleten von hinten überschwommen. Panisch vor Angst stocherte ich mich Meter um Meter nach vorn. Auf der ersten von zwei 1,8 km Runden war nicht an Schwimmen zu denken. Den kurzen Landgang vor der abschließenden Schwimmrunde nutzte ich, um meine Schwimmbrille wieder zu richten und das hässliche Salzwasser auszuschütten. Nach 1 Std hatte das Chaos im Wasser ein Ende und ich wechselte als Fünfte mit 5 min Rückstand auf die Führende aufs Rad. Mit einer hervorragenden Auftriebshilfe dem Sailfish Neoprenanzug G-Range hielt ich während der 3,8 km Schwimmen im Atlantik Tuchfühlung zur Spitze. Mit guten Beinen, Mut und ein bißchen Risiko verkürzte ich am Rad den 5 minütigen Schwimmrückstand innerhalb der ersten 20 km auf dem anspruchsvollen Radkurs. Nach einem Radsplitt von 5:31:47 für die 180 km mit 2500 Höhenmetern und sehr windigen Bedingungen, legte ich noch einen Marathon von 2h58 hin Kaum hatten sich die Regenschauer nach der 1. Std. auf dem Rad frische der Wind gewaltig aus. Mit guten Beinen starte ich auf dem Rad mit Vollgas, um mich möglichst schnell in die Nähe der Spitzengruppe zu bewegen. Bereits auf der Schnellstraße nach Porto del Carmen auf dem Weg nach Yaiza ging mein neues QuintanaRoo in Verbindung mit den CXR80 ab wie Schmidts Katze. Ich drückte demnach im Flachen wie auch in den Hügeln ordentlich aufs Tempo. Für mein Risiko wurde ich mit einer für mich revolutionären frühen Führung am Rad belohnt. Bereits in den Feuerbergen nach gut 20 km sah ich in repektvollern Entfernung, ein Auto mit einer riesigen Uhr auf dem Dach. Ich dachte mir, eigentlich willst dir net die laufende Zeit die nächsten 5 Std anschauen. Aber ich nutzte dies als Motivation, um die Radstrecke von 2500 Höhenmetern und böigen Wind in ordentlicher Manier als Führende zu bewältigen. Die Abfahrten ließ ich mein Rad für mich arbeiten, an der Küste legte ich mich in den Wind und auf der Ebene drückte ich was das Zeug hält.

Nach 5:31:47 bog ich in die T2 mit über zehn Minuten Vorsprung ein. Locker Laufen war für mich an diesem Tag kein Thema. Wie auf Eiern rannte ich aus der Wechselzone heraus und dachte meine Waden explodieren gleich. Die Füße waren extrem angeschwollen und schmerzten.

Der Marathon wurde zur Tortour. Aber es half nichts. Wandern dauerte mir zu lange und Barfuß laufen, wollte ich mir nicht antun. In 2:58:37 brachte ich den Marathon hinter mich, was die fünftbeste Laufzeit im Gesamtfeld des Tages bei den Männern und Frauen bedeutetet. Dank der High5 Extreme Energy Sources und Energy Gels war ich während des kompletten Wettkampfes mit einer effizienten Energiebilanz und voller Tatendrang unterwegs. Überglücklich nach 9:37:34 mit 32 min Vorsprung auf die Zweitplazierte als dreifache Ironman Champion stande ich nach so einen langen und erfolgreichen Tag Rede und Antwort im Zielkanal.

Kristin Möller Ironman Lanzarote 2013

Ergebnisse Damen:
1. Kristin Möller, 9:37:24
2. Heleen Bij de Vaate, 10:09:31
3. Saleta Castro, 10:14:27
4. Hanneke De Boer, 10:28:45
5. Joyce Wolfe, 10:31:46

 

http://www.triathlon.de/ironman-lanzarote-2013-deutsches-doppel-umrahmt-von-uberraschungsgasten-61681.html

http://tri-mag.de/aktuell/langstrecke/kristin-moeller-mit-rueckenwind-zum-ironman-nach-frankfurt-36683

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